Konzept der „Modernen Budgetierung“

Das Thema Planung und Budgetierung wird auch weiterhin ein zentrales Thema im Controlling bleiben. Kürzlich stellte der Facharbeitskreis Moderne Budgetierung des Internationalen Controller Vereins ein White Pater zur Modernen Budgetierung zur Verfügung.

Beyond Budgeting  konnte sich praktisch kaum durchsetzen und  Better Budgeting stellt kein geschlossenes Konzept, sondern nur einen Oberbegriff für eine Vielzahl von Verbesserungsideen und -instrumenten zur Budgetierung dar. Somit fehlt es nach den Feststellungen im White Paper zur Modernen Budgetierung immer noch an einer gemeinsamen Klammer, ein problemadäquates Konzept, das auch in der Praxis anwendbar ist.

Diese vor allem für Controller unbefriedigende Situation wurde vom ICV in Zusammenarbeit mit der European Business School (EBS) sowie weiteren Wissenschaftlern und Praxisvertretern zum Anlass genommen, ein wissenschaftlich fundiertes, stimmiges und praxistaugliches Konzept zu entwickeln: die Moderne Budgetierung.

In dem Whitepaper werden Empfehlungen für die Gestaltung der Planungsprozesse und Planungsebenen sowie die Auswahl der Planungsinstrumente gegeben. Die Kernprinzipien sind Einfachheit, Flexibilität und Integration. Zusätzlich werden Empfehlungen zur Festlegung der wichtigsten Planungsinhalte gegeben. So sind im Kern die Wertschöpfung und Struktur abzubilden und statt vieler Detailmaßnahmen die Absichten hinter dem Plan klar zu äußern.

Das Konzept der Modernen Budgetierung soll den Unternehmen eine Orientierung liefern. Hierbei geht es vor allem darum, den Kern einer zeitgemäßen Planung und Budgetierung zu beschreiben und nicht darum, alle denkbaren Facetten und Ausprägungen einzubeziehen.

 Das White Paper zur Modernen Budgetierung steht auf der ICV-Website im Bereich „Controlling-Wissen“ zur Verfügung.

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Working Capital Management

Spätestens seit der großen Finanzkrise ist das Thema Working Capital Management in aller Munde, geht es doch hier darum, die Kapitalbindung zu verringern und die Liquidität zu verbessern. Ziel des Working Capital Managements ist es, die Durchlaufzeit des im Umlaufvermögen gebundenen Kapitals so gering wie möglich zu halten.

Drei Bereiche sind dabei von enormer Bedeutung:
1. Bestandsmanagement
2. Forderungsmanagement
3. Verbindlichkeitenmanagement

Das Bestandsmanagment befasst sich mit der Reduzierung des Lagerbestands bei gleichbleibender oder sogar verbesserter Lieferfähigkeit. Das Bestandsmanagement erfolt in der Regel in 3 Prozessschritten: Bedarfsplanung – Bestandsplanung – Beschaffungsplanung. Diese Prozesse werden in den meisten Fällen durch entsprechende Software unterstützt.

integriertes Wissensmanagement

Nur integriertes Wissensmanagement ist nachhaltig. Das besagt eine Analyse von Deutsche Bank Research.

Hier kann man mehr über die Rolle von Social Software (Wikis, Blogs und Social Networks) im Wissensmangement lesen:

Social Software hilft beim Management von digitalen Inhalten: Nur integriertes Wissensmanagement ist nachhaltig – CIO.de.

in Pivot-Tabellen schreiben

soll jetzt auch ohne die Microsoft Server Analysis Services funktionieren:

Während die Pivot-Tabellen in Excel schreibgeschützt sind, erhalten Palo-Anwender die Möglichkeit, die Werte von Excel direkt in die Palo OLAP-Würfel zurückzuschreiben.

via Presseportal: Jedox AG – Palo Open-Source OLAP-Lösung unterstützen jetzt auch Pivot-Tabellen in Excel / Das Palo Excel-Add-On bietet den ersten kostenlosen ODBO-Treiber.

Fernsteuerung beim Support

A: und jetzt auf den grauen Knopf links oben in der Ecke klicken und dann den Umsatz rechts in der 3 Spalte, 2. Zeile eingeben.

Erst dann auf die Speichern Taste drücken…

Funktioniert es, was sehen Sie jetzt?

B:  die Zahlen haben sich verändert, aber da blinkt ein Kästchen?

A: wo, welche Farbe?

B: rechts unten… ein rotes Ausrufezeichen… auf gelbem Hintergrund…

Solche Dialoge können sehr mühsam werden. Nutzeroberflächen sind grafisch gestaltet und bei einer Unterstützung über Telefon müssen sie zeitfressend beschrieben werden.

Seit ein paar Jahren gibt es Programme zur Übertragung von Bildschirminhalten über das Internet. Bei ausreichender Bandbreite und etwas technischem Geschick war es so schon möglich gemeinsam auf einen Bildschirminhalt zu sehen und sich die mühsamen Bildbeschreibungen zu sparen.

Hohe Bandbreiten und sinkende Lizenzkosten bringen auch Bewegung in das Angebot von Fernwartungsprogrammen.

Auf MacVillage wird die Lösung Teamviewer vorgestellt:

Ähnlich wie Skype schafft es dieses Programm nämlich so gut wie immer, eine Verbindung aufzubauen. Dabei wird auch dieselbe Technik (STUN) verwendet, die Firewalls und NAT-Geräte unterminiert. Um das zu ermöglichen, müssen Verbindungen über einen Server initialisiert werden. Sobald diese steht, läuft der Rest der Datenübertragung im Peer-to-Peer-Modus ab.

Vertrauliche Daten sollten bei dieser Verbindungsform auf Dauer nicht ausgetauscht werden.

Aber für eine schnelle robuste Unterstützung beim Support reicht die Lösung aus.

Damit lassen sich auch Windows-Rechner bequem von einem Mac unterstützen und steuern.

Für Privatanwender frei, und beim professionellen Einsatz sind die knapp 500 € für eine Lizenz durch eingesparte Reisekilometer, Zeit und Nerven bald wieder eingespielt.

Wikis im Projektmanagement

Im Blog Projektmanagementberatung setzt sich Andreas Heilwagen unter dem Titel Enterprise Wikis mit dem Einsatz von Wikis im Unternehmen auseinander.
Die üblichen Verdächtigen werden aufgeführt.

in einem etwas älteren Beitrag setzt sich der Schockwellenreiter mit den Problemen beim Einsatz von Mediawiki in kleinen Projekten auseinander und hat sich prompt ein paar hitzige Kommentare von Mediawiki-Fans eingehandelt.

Noch ein DokuWiki Fan 🙂

Wikiphobie

während in großen Unternehmen immer mehr Wikis als einfache und preisgünstige Alternative zu aufwendigen Groupware Lösungen oder zur Reduzierung der Mailflut eingesetzt wird scheitern kleinere Unternehmen oft schon am Start.
Mit einer speziellen Hürde beim Einsatz von Wikis beschäftigt sich ein Beitrag bei Future Changes:

Die Symptome für Wikiphobie im Unternehmen sind eindeutig erkennbar: Es regt sich Widerstand gegen das Management oder auch gegen die IT. Diesem Phänomen begegnen wir häufig in Unternehmen, in denen viel mit Papier gearbeitet wird: Wikiphobikern ist ihr Schwarz-auf-Weiß-Wissen heilig; viele gehen so weit, ihre E-Mails in der Angst auszudrucken, sie könnten versehentlich gelöscht werden. Für diese Leute ist die Idee, online zusammzuarbeiten, absolut unvorstellbar.
Der Umgang mit Wiki-Zweiflern

die bekannten Einwände werden auch geliefert

Die typischen Argumente, die Wikiphobiker vorbringen, reichen von „Warum sollen wir stattdessen keine E-Mails nutzen?“ über „Wir haben doch schon ein Dokumentenmanagement-System im Intranet!“ und „Mein Wissen ist wertvoll, das mache ich nicht allen zugänglich!“ bis hin zu „Unbefugte werden auf das Wiki zugreifen können!“Der Umgang mit Wiki-Zweiflern

Als Bewältigungsstrategie wird u.A. eine Tarnung des Wikis als statische Webseite vorgeschlagen. Langsam soll der scheue Nutzer an das gefährlich neue Werkzeug herangeführt werden.

Die Geschichte wiederholt sich doch. Mit den ersten Anrufbeantworten und PCs war es auch mühsam.

Nachtrag: es soll auch schon auf Wikiphobie spezialisierte Therapeuten geben

Cloud-Computing

die Vorstellung interne Unternehmensdaten auf einem Server irgendwo ins Netz zu stellen befremdet noch etwas.
Für die Stromproduktion stellen wir uns keinen Generator in den Keller und die Kantine hält sich für die Getränkeversorgung keine Kühe. Aber bei der IT ist der Bezug von Rechenleistung oder Software als Service aus dem Netz noch sehr gewöhnungsbedürftig.

Ein interessanter Vortrag von Jörg Kantel zum Einsatz von Cloud-Computing im Wissenschaftsbetrieb: Die Wissenschaft auf Wolke Google gibt einen ersten Überblick zum Thema.

Lock-in

die Petroleumlampe gab es praktisch geschenkt.
Nur das Petroleum kostete etwas Geld.
John D. Rockefeller gilt als Erfinder des Lock-in-Effekts. Als 1870 der Absatz von Petrolium in China nicht so richtig in Schwung kommen wollte wurden die Chinesen zunächst mit günstigen Petroleumlampen versorgt. Anschließend entstand eine auskömmliche Nachfrage für den Petroleumverkäufer Rockefeller.

Proprietäre und undokumentierte Schnittstellen, Strukturen und Funktionen, das berühmte Lock-In Syndrom, mit dem Anbieter die Kunden günstig mit aktuellen Systemfunktionen anlocken und dann bei den Brot-und-Butter-Anwendungen die ganz große Melkmaschine aus dem Keller zerren. Wir kennen alle diese Systeme, um ganze Plattformen in Firmen unterzubringen und damit eine enormen Abhängigkeit zu kreieren, die durch Open Source zumindest teilweise durchbrochen wurde.
Enterprise 2.0

Softwareanbieter und Beratungshäuser haben diese Form der Markterschließung etwas verfeinert. Preisgünstig oder kostenlos angebotene Softwareversionen funktionieren als Vertriebsinstrument aber nur wenn sie dem zukünftigen Kunden vom Start weg Nutzen bringen.

Erst wenn die Software erfolgreich eingesetzt wird, Personal geschult, Abläufe geändert und aufwendig Betriebsdaten eingepflegt worden sind kann der Effekt wirksam werden. Wichtige Funktionen oder Erweiterungen funktionieren nur in der kostpflichtigen Version und der begeisterte Anwender hat die Wahl zwischen aufgeben oder bestellen.

Bei spezialisierter Software bestehen aber auch für den Anbieter zwei Risiken:

1) der unbedarfte Anwender kommt mit der Software mangels Fachwissen nicht klar … „natürlich“ ist dann die Software Murx und hat sich für spätere Projekte in diesem Unternehmen disqualifiziert.

2) der Anwender setzt die Software gezielt in Kombination mit vorhandenen Systemen ein so ein dass er auf die kostenpflichtigen Zusatzfunktionen verzichten kann.

Kleinere Unternehmen können oft dem Effekt vollständig entgehen wenn die Funktionseinschränktungen der Software an großen Unternehmen ausgerichtet sind. Um die Einschränkungen erkennen und beurteilen zu können braucht es wieder Fachwissen.

So manche Schnäppchenjagd endet doch recht teuer.