Konzept der „Modernen Budgetierung“

Das Thema Planung und Budgetierung wird auch weiterhin ein zentrales Thema im Controlling bleiben. Kürzlich stellte der Facharbeitskreis Moderne Budgetierung des Internationalen Controller Vereins ein White Pater zur Modernen Budgetierung zur Verfügung.

Beyond Budgeting  konnte sich praktisch kaum durchsetzen und  Better Budgeting stellt kein geschlossenes Konzept, sondern nur einen Oberbegriff für eine Vielzahl von Verbesserungsideen und -instrumenten zur Budgetierung dar. Somit fehlt es nach den Feststellungen im White Paper zur Modernen Budgetierung immer noch an einer gemeinsamen Klammer, ein problemadäquates Konzept, das auch in der Praxis anwendbar ist.

Diese vor allem für Controller unbefriedigende Situation wurde vom ICV in Zusammenarbeit mit der European Business School (EBS) sowie weiteren Wissenschaftlern und Praxisvertretern zum Anlass genommen, ein wissenschaftlich fundiertes, stimmiges und praxistaugliches Konzept zu entwickeln: die Moderne Budgetierung.

In dem Whitepaper werden Empfehlungen für die Gestaltung der Planungsprozesse und Planungsebenen sowie die Auswahl der Planungsinstrumente gegeben. Die Kernprinzipien sind Einfachheit, Flexibilität und Integration. Zusätzlich werden Empfehlungen zur Festlegung der wichtigsten Planungsinhalte gegeben. So sind im Kern die Wertschöpfung und Struktur abzubilden und statt vieler Detailmaßnahmen die Absichten hinter dem Plan klar zu äußern.

Das Konzept der Modernen Budgetierung soll den Unternehmen eine Orientierung liefern. Hierbei geht es vor allem darum, den Kern einer zeitgemäßen Planung und Budgetierung zu beschreiben und nicht darum, alle denkbaren Facetten und Ausprägungen einzubeziehen.

 Das White Paper zur Modernen Budgetierung steht auf der ICV-Website im Bereich „Controlling-Wissen“ zur Verfügung.

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Einführung der E-Bilanz

 Ab 2012 müssen Unternehmen ihren Jahresabschluss elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Diese Regelung ist Teil des Steuerbürokratieabbaugesetzes (SteuBAG), das bereits Ende 2008 verabschiedet wurde. „Mit der medienbruchfreien Übertragung der Daten an die Finanzverwaltung sollen bürokratische Lasten abgebaut und das Verfahren der Bilanzübermittlung insgesamt vereinfacht werden“, beschreibt Tobias Polka, Steuerberater bei der Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Düsseldorf, die Idee hinter der Einführung der E-Bilanz.

Zur Übermittlung der Daten hat die Finanzverwaltung den Standard XBRL (= extensible Business Reporting Language) ausgewählt.

Elektronisch übermittelt werden müssen:

  • (Handels-)Bilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Ergebnisverwendung
  • Kapitalkontenentwicklung (bei Personengesellschaften)
  • Überleitungsrechnung bzw. Steuerbilanz

In den Unternehmen entsteht besonders in der Vorbereitungsphase ein erheblicher Mehraufwand, zum einen hinsichtlich der inhaltlichen Gestaltung (höherer Detailierungsgrad), zum anderen in der Umgestaltung von IT-Prozessen (Bereitstellung von Daten im XBRL Format).

Da die Einführung der E-Bilanz rechtsform- und größenunabhängig für alle Unternehmen gilt, ist es empfehlenswert, dass  alle Unternehmen baldmöglichst mit den Vorbereitungen beginnen, da die komplexen organisatorischen und technischen Veränderungen  in der Regel eine entsprechende Vorlaufzeit benötigen.

Working Capital Management

Spätestens seit der großen Finanzkrise ist das Thema Working Capital Management in aller Munde, geht es doch hier darum, die Kapitalbindung zu verringern und die Liquidität zu verbessern. Ziel des Working Capital Managements ist es, die Durchlaufzeit des im Umlaufvermögen gebundenen Kapitals so gering wie möglich zu halten.

Drei Bereiche sind dabei von enormer Bedeutung:
1. Bestandsmanagement
2. Forderungsmanagement
3. Verbindlichkeitenmanagement

Das Bestandsmanagment befasst sich mit der Reduzierung des Lagerbestands bei gleichbleibender oder sogar verbesserter Lieferfähigkeit. Das Bestandsmanagement erfolt in der Regel in 3 Prozessschritten: Bedarfsplanung – Bestandsplanung – Beschaffungsplanung. Diese Prozesse werden in den meisten Fällen durch entsprechende Software unterstützt.

War Moses Controller?

Nach wie vor werden Controller in der Öffentlichkeit und in der Belegschaft als Erbsenzähler betrachtet.

Doch was macht einen Controller wirklich aus? Persönlichkeiten wie Columbus, Fugger oder Kennedy zeigen durchaus Eigenschaften eines guten Controllers, aber das beste Bild gibt Moses als Controller ab. Diese Meinung vertritt zumindest Thomas Rövekamp in einem Artikel in Spiegel online.

Rövekamp sagt hier: „dann passt schon eher das Bild von Moses als Controller. Der hatte eine Zielvorstellung: Wir wollen ins Gelobte Land. Dann kam das strategische Controlling: Mit welchen Instrumenten kommen wir ans Ziel? Zu Fuß? Per Schiff? Dann das operative Controlling: Haben wir genug Proviant? Sind wir trainiert? Wie teilen wir uns auf?“ Als dann die Ägypter dem Volk Israel kriegerisch folgten, plante Moses das, was Leute wie Rövekamp nun „diversifizierte Zielabweichung“ nennen: die Flucht durchs Rote Meer. „Bei allem, was er tat, wusste Moses: Die Knappheit der Ressourcen ist die Grundlage seines Wirtschaftens.“ (Zitat aus Siegel online)

Die Grundlagen ändern sich zwar im Zeitverlauf und innerhalb verschiedener Industriebranchen, aber dennoch sind Controller und ihre mächtigen Zahlen-Kolonnen gerade in Krisenzeiten sehr gefragt. Controller sind also auch weiterhin sehr gefragt, obwohl ihr Ruf nach wie vor nicht der Beste ist – das wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern.

Beruf Unternehmensberater

Frage vom Tischnachbarn:
„was machen Sie so ?“

„Unternehmensberatung, wir sind spezialisiert auf…“

Schon mit dem ersten Wort verloren. Nach den Ausführungen von Volker Pispers zum schönen Beruf des Unternehmensberaters begibt man sich da in zweifelhafte Gesellschaft.

Das Video aus dem Jahre 2004 ist immer noch oder wieder aktuell und danach sind die Visitenkarten auch immer wieder in Entsorgungsgefahr.

Excel oder BI Tool?

Nach wie vor setzen viele Mittelständler lieber auf Excel als auf ein BI Tool für ihr Unternehmenscontrolling, obwohl man BI Tools Vorteile zutraut.

Berater Wolfgang Martin kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass die Potentiale von Business Intelligence im Mittelstand noch lange nicht ausgeschöpft sind.

Hierzu der online Beitrag im cio knowledge center: http://www.cio.de/knowledgecenter/bi/869270/index1.html

Controller und Nutzen

In einem Ratgeber zur Glücksoptimierung hat Manfred Grotheer nette Ausführungen zum Ruf der Controller gefunden.
Bei Eckart Hirschhausen, “Glück kommt selten allein …” ist auf Seite 231 ein Klischee über Controller geortet worden.

Dort wird beschrieben wie bei einem Experiement die Hilfsbereitschaft von Passanten durch „verlieren“ von Kleingeld erhöht werden kann.
Am Ende könnte sogar der Kleingeldverteiler von seinem ziellos verteilten Reichtümern profitieren:

Hat er die Münze zuvor im Telefonapparat gefunden, dann kommt er sogar gerne helfen. Investieren Sie in die Zukunft – werfen Sie Geld weg! Obwohl Sie gar nicht wissen müssen, wo es landet, können Sie sicher sein – Sie schaffen unterm Strich einen positiven Wert. Erklären Sie das einmal einem Controller.
Manfred Grotheer: Kleines Glück ganz groß

Der Witz funktioniert und wird vermutlich nur von Controllern in Frage gestellt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht sorgen.

Wie haben es die Controller geschafft sich so einen merkwürdigen Ruf zu bewahren?
war der geplant ?